Donnerstag, 4. Mai 2006

Blogspot

Ich möchte meine Drohung auch wahr machen und habe nun bei Blogspot einen neuen Blog angelegt. Dort wird demnächst also Lustiges, Trauriges, Interessantes, Banales, Ärgerliches und vielleicht auch mal was Schlüpfriges stehen ;-)

Das Blog heisst "Chickenhawks Wurstfabrik"

Mittwoch, 3. Mai 2006

Ich habe fertig

Die letzten vier Einträge (Stopover Bangkok bis Moreton Island Tag 2) sind auf der Rückreise entstanden, ich konnte sie allerdings jetzt erst ins Netz setzen. Mittlerweile bin ich wieder in Deutschland und sitze hier in Bonn. Nächsten Montag geht mein Praktikum los, ich habe also eine Woche frei :-)

Australien war ein wundervolles Erlebnis, und ich war auch bestimmt nicht zum letzten mal dort. Ein wenig traurig war ich schon, als der Flieger von Melbourne abhob, aber ich schaue eher in die Zukunft als die Vergangenheit und freue mich auf die Dinge, die ich nun erleben werde.

Ich hoffe, euch hat mein Blog Spass gemacht. Ich kann nicht sehen, wie viele Leute drauf zugegriffen haben, aber von einigen von euch habe ich Feedback bekommen - danke schön ! Das hat mich sehr gefreut und mich motiviert, weiter zu schreiben.

Am bloggen habe ich Gefallen gefunden und richte mir vielleicht ein weiteres Blog ein, in dem ich alle Dinge, die mir wichtig erscheinen, mal festhalte. Sollte dies passieren, werde ich an dieser Stelle eine kleine Information reinsetzen.

Dieses Blog möchte ich nun mit einem kleinen Liedchen aus der Bugs Bunny Show beenden. Die Musik müsst ihr euch selbst machen, aber den Text hab ich parat:

Das Publikum
war heute wieder wundervoll,
und traurig klingt der Schlussakkord in Moll.
Wir sagen Danke Schön
und Auf Wiedersehen,
schaun Sie mal wieder rein,
denn etwas Show muss sein !
Dann heisst es Bühne frei,
dann sind Sie mit dabei,
die Show muss weitergehn
Auf Wiederseeeeehn !

Moreton Island – nachgeholt (TAG 1)

Ich habe auf dem Flug nach Deutschland doch noch den Moreton Island Bericht nachgeholt. Ordentlich abgespeichert und nun endlich im Internet...

TAG 1

Die Insel liegt einige Kilometer vor Brisbane. Es ist eine Sandinsel, die sich an einem vulkanischen Felsen gebildet hat. So läuft das nämlich mit allen Sandinseln: Sie benötigen einen Felsen, an dem sich der Sand ansammeln kann.
Die Insel ist touristisch sehr limitiert und wenig erschlossen. Es gibt keine befestigten Strassen, also muss alles mit dicken 4WD gemacht werden.

Wir haben eine Tour bei einem sehr günstigen Reiseveranstalter gebucht. Eine Übernachtung im Zelt, Verpflegung und Bespassung komplett kosten 99 Dollar pro Person. Alle anderen Unternehmen kosten das Doppelte (!). Also sind wir gespannt. Unsere Gruppe besteht übrigens auch nur aus 9 Personen (inkl. 2 Tourguides)

Die Überfahrt mit der Fähre dauert ca. 1.5 Stunden. Es ist ein eleganter Katamatan, der sogar Autos und Lastwagen transportieren kann. Angelegt wird direkt am Strand. Ich bin erstaunt, dass die Fähre in dem flachen Wasser anlegen kann.

Mit dem Jeep geht es ins Zeltlager. Das liegt direkt ein paar Meter vom Strand weg im Wald, mit allem was dazugehört. Bei der Ankunft entdeckt unser Tourguide eine Babypython, die in einem Plastikeimer ein Nickerchen hält. Ausserdem haben mehrere Riesenspinnen (mit Beinen Handtellergroß) direkt über ein paar Zelten ihr Netz gesponnen. Brrrr,

Es geht wieder an den Strand zum Wrackschnorcheln. Das war übrigens der einzige Programmpunkt, der extra gekostet hat (20 Dollar). Wir werdem mit Wetsuits, Flossen, Handschuhen und Maske/Schnorchel ausgestattet und begeben uns ins Wasser.

Wetsuits sind unglaublich. Das Neopren saugt sich voller Wasser, kurz ist es kalt am Körper. Die unterste Wasserschicht wird dann vom Körper aufgewärmt und der Anzug hält das Wasser auch dort. So ist man immer in einer warmen Wasserschicht und kühlt nicht aus. Tolle Wurst !

Das Wrackschnorcheln erfolgt in der Gruppe. Circa 50 Meter von Strand entfernt wurden seit den 60er Jahren insgesamt 13 Schiffe versenkt, um einen kleinen Hafen für Yachten und Segelboote zu bilden. Es sind ausgediente Walfänger und Grabungsschiffe (die hatten Türme mit förderkörben zum Ausschaufeln des Meeresbodens an Deck).

Harrr, wie klasse ! Man schwimmt zwischen bunten Fischchen, kann die Wracks anfassen und auch hinabtauchen. Allerdings erfordert dies recht viel Anstrengung, da einen der Neoprenanzug immer wieder nach oben zieht. Auftrieb ist ne feine Sache.

Nach dem Schnorcheln geht es wieder ins Lager und wir bekommen HotDogs als Mittagessen.

Gut gesättigt fahren wir dann später ins Inland der Insel. Dort gibt es eine große, mehrere Hektar große Sandfläche, die australisch-pragmatisch „The Desert“ genannt wird. Eine sehr hohe Sanddüne dort (öhh.... 30 m hoch ???) verspricht lustiges Vergnügen: Sandboarding !
Man nehme ein rotziges dünnes Brettchen aus Pressholz, wachse die Unterseite mit einer normalen Kerze ein und rutsche vom Kamm der Düne auf dem Bauch liegend in die Tiefe. Man bekommt ca. 65 Sachen drauf ! Und man sollte nicht johlen oder lachen, denn sonst wird die Kauleiste gesandstrahlt ;-)

Abends wird am Lagerfeuer diniert und sich sozial näher gekommen. Der Clown des Abends bin zur Abwechslung mal nicht ich, sondern Brian. Brian ist Mitte 40, hat nen Bierbauch und Rauschebart und ist Biker. Er macht mit seinem Kumpel Steven hier zwei lustige Tage abseits des Famlienlebens. Brian unterhält uns mit Kunststückchen, er rülpst z.B. seinen Namen. Ich foredere ihn auf, die Königsdisziplin des Rülpsens auszutragen: „Weihnachtsmann“ rülpsen. Brian will das aber nicht, weil er mir nicht glaubt, dass „Weihnachtsmann“ auf Englisch „Santa Claus“ heisst. Er denkt, dass „Weihnachtsmann“ sowas wie „Ich bin schwul“ bedeutet...
Der erste Tag war also schon einmal ein voller Gewinn. Bis auf die Schuhsohlensteaks ist auch das Abendessen ok, und nach einiger Zeit am Lagerfeuer kriechen wir in die Falle.

Moreton Island (TAG 2)

Die Nacht war ruhig. Naja, nicht ganz. Es muss eine Mücke im Zimmer gewesen sein und Kristina ist übelst verstochen. Wir haben mal gezählt, es sind knapp 40 (vierzig) Stiche ! Da könnt ihr euch vorstellen, wie sehr das jucken muss. Ich habe nicht so viel abbekommen, nur einen Bruchteil. Anscheinend stimmt es: Die Mücken haben besonderen Geschmack und saugen lange nicht jedermanns Blut.
Nach dem Frühstück fahren wir in den Norden zu dem Leuchtturm der Insel. Der steht auf dem einzigen Felsen der Insel, siehe Erklärung Tag 1. Der Turm wurde von Sträflingen errichtet, wie so einige Dinge in Australien.
Hey, wäre das nicht eine tolle Sache für Deutschland ? Man erkläre Arbeitslosigkeit zu einer Straftat und kann dann alle Arbeitslose zu dringend benötigten Arbeiten ranziehen. Nein, ich merke schon den Haken an der Sache: Ist Arbeitslosigkeit strafbar und man wird zum Strassenbau verdonnert, ist man ja nicht mehr arbeitslos und somit nicht mehr straffällig. Mensch, manchmal überliste ich mich mit meiner eigenen Ausgefuchstheit...

Vom Leuchtturm tingeln wir an den Strand und stürzen uns in die Wellen. Wir haben Bodyboards dabei, d.h. wir können ein wenig auf dem Bauch die Wellen reiten. Morteon Island hat sehr hellen Sand, einfach herrlich. Im Gegensatz zu Fraser Island (ca. 200 km nördlich von Brisbane). An Fraser Island soll man nicht ins Wasser gehen, weil dort wohl viele Haie lauern. Ist doch doof: Man ist an einem tollen Sandstrand und dann heisst es „Nö, angucken, aber nicht anfassen !“
Der einzige Nachteil an diesem speziellen Sand auf Moreton Island ist die Größe der Sandkörner. Die Körner haben eine sehr komische Größe und läuft man über den Sand, qietscht er ganz, ganz widerlich. Vom Schauergefühl ähnlich dem Kratzen von Fingernägeln auf einer Tafel.

Der Höhepunkt des Tages (meiner Meinung nach) ist die Blue Lagoon im Inneren der Insel. Das ist ein kleiner Süßwassersee, an dessen Ufer Teebäume stehen. Über die Wurzeln ist im Laufe der Jahrzehnte Teebaumöl in den See gelangt, und das Wasser soll verjüngende Wirkung haben. Wooooow, macht das Spaß ! Es ist eine Wonne, in dem See zu baden. Ich fühle mich so wohl, dass ich mich zu einer Sandpanade hinreissen lasse: Komplett ins Wasser gehen, dann wieder an den Strand, im Trockenen tand wälzen und somit den ganzen Körper mit Sand panieren. Hat keinen besonderen Sinn, ist aber lustig. Finde ich.
Leider bleiben wir nicht lange an der Blue Lagoon (die, by the way, nicht blau, sondern grün ist, aber wen stört es). Der Tag ist schon recht fortgeschritten und wir müssen unsere Sachen packen. Es geht also wieder zum Zeltlager, wir winken den Riesenspinnen goodbye und packen unsere sieben Sachen.

Resümee: Moreton Island ist ein Muss !! Die Reisegesellschaft Blue Planet Tours ist sehr günstig, aber keineswegs schlecht. Wir haben uns an keiner Stelle billig abgespeist oser abgezockt gefühlt. Wer also mal nach Brisbane gerät: Auf nach Moreton Island !

Dienstag, 2. Mai 2006

11 Stunden bei der Wehrmacht

Auf dem Flug von Bangkok nach Frankfurt saß neben mir ein alter Herr, mit dem ich ein wenig geplaudert habe. Die Konversation begann im doppelten Sinne ganz süß. Wir haben unser Mittagessen gehabt und ich war schon fertig (klar, was ?). Der alte Mann bot mir seinen Nachtisch an.

„Hier, wenn Sie möchten, können Sie das haben.“

Ich strahlte.

„Wenn Sie das wirklich nicht möchten...“ und nahm den Kuchen in Empfang.

„Wissen Sie, ich habe einen Enkel mit ungefähr ihrer Größe und Statur. Ich weiss ja, wieviel die so verputzen können.“

So begann eine nette Konversation. Der Herr (dessen Namen ich, wie mir nun auffällt, nie erfahren habe und umgekehrt) erzählte mir daraufhin seine Lebensgeschichte. Es war aber wirklich sehr interessant, daher möchte ich euch nun dran teilhaben lassen.

Es ist Jahrgang 1920, wird also bald 86 Jahre alt. Vor drei Jahren hat er eine deutlich jüngere Thailänderin geheiratet (sie saß neben ihm, war vielleicht so 50). Nun fliegt er im hohen Alter jedes Jahr zweimal nach Thailand, um die Familie zu besuchen. Respekt ! Überhaupt machte der Mann einen sehr fitten Eindruck für sein Alter, geistig wie körperlich. Nochmals: Respekt !
Richtig, Lebensgeschichte.

Er fing an, Maschinenbau in Wuppertal zu studieren. Mit 19 musste er zur Wehrmacht. Er war den ganzen Krieg über im Osten: Tschechien, Rumänien, Russland, etc. Machte den Rückzug aus Russland mit und geriet 5 Jahre in russische Kriegsgefangenschaft. Er war also 11 Jahre im Krieg. Er meinte zu mir:

„Ich bin mit 19 Soldat geworden und erst mit 30 wieder heimgekehrt. Mir sind die besten Mannesjahre genommen worden.“

Das fand ich sehr bedrückend.
Nach dem Krieg arbeitete er bei einer Bergbaufirma in Sprockhövel (bei Wuppertal) und hatte auch in dieser Zeit viel mit Russland zu tun.
Vor drei Jahren hat er nun eine Thailänderin geheiratet, nach den genauen Umständen habe ich mich höflicherweise nicht erkundigt, auch wenn es mir schon unter den Fingernägeln gebrannt hat.
Manchmal ist das Leben ja dann doch gerecht. Er hat nun nach all der Kriegsscheisse noch einen erfüllten Lebensabend mit neuer Partnerin und vielen Enkelkindern (acht, wie ich erfahren durfte).

========

Der Flug von Bangkok nach Frankfurt war lang (11 Stunden, daher der Titel). In Frankfurt angekommen gab es zum Glück keine Schwierigkeiten. Das Gepäck hat ein wenig arg auf sich warten lassen. Die Leute machten schon Witze, wie das denn bei der WM werden soll. Da kleckerten immer mal schubweise ein paar Koffer aufs Rollband, so dass das ein wenig nach „10 Koffer, Teepause ! 10 Koffer, Kaffeepause !“ aussah.
Meine Mama hat mich vom Flughafen abgeholt und mit ihrem neuen Auto (ein silbergrauer Twingo) nach Bonn gebracht. Es war übrigens weniger eigenartig, wieder auf der rechten Strassenseite zu fahren, als erwartet.
Die kommenden 5 Wochen werde ich hier bei meiner Mutter in Bonn wohnen, da ich bei Hydro Aluminium Bonn ein Praktikum machen werde. Giessen und Biegen von Metallen, das Beste zum Schluss ;-)

Danach ziehe ich wieder nach Aachen, wo ich hoffentlich eine Wohnung für einen so kurzen Zeitraum bekomme (6 Monate peile ich an). Ich muss dann ja „nur“ noch meine Diplomarbeit schreiben und bin Ende des Jahre bzw. spätestens Anfang 2007 ein echter, toller Dipl.-Ing.

Fliegen ist lustig

So, mittlerweile habe ich Australien verlassen (schnüff) und sitze am Airport von Bangkok. Aber HALT, so ganz ohne Probleme bin ich nicht nach hier gekommen.
Beim Einchecken wurde (wie erwartet) mein Bass moniert. Da ich ein monsterschweres Handgepäck hatte (11kg, und damit meine ich den Rucksack und nicht den Bass...) musste ich umpacken .Mein eingechecktes Gepäck wiegt nun knapp 26 kg, aber ich muste nix nachzahlen, puh 
Vor dem Boarden bekomme ich noch zwei nette Komplimente. Beim Sicherheitscheck fragt mich ein Security-Typ, was für ein Bass das sei. Ich nenne ihm das Modell, er nickt anerkennend und meint: „You are not a bad player !“ Wie er von meinem Instrumentengeschmack auf meine Spielkunst schliesst weiss ich nicht, aber ich nehme es einfach mal als Kompliment und freue mich. Kurz vor dem Boarden bei der Ausweiskontrolle dann direkt noch ein Kompliment. Die Stewardess beglückwünscht mich zu meinem Foto im Reisepass. Ja, ich hab gerade noch so den nicht-biometrischen Ausweis bekommen: Lächeln, nett sein, gut aussehen. Mit den neuen Ausweisen ist die Welt ja wieder etwas grauer geworden: Kein Lächeln, alle sehen gleich aus. Sehr schade 
Zumindest habe ich die Freude, dass das Foto, zu welchem ich beglückwünscht wurde, auf all meinen Dokumenten prangt. Ich hab mit einem Satz Fotos meinen Reisepass, Perso und Führerschein erneuert. Zumindest auf dem Führerschein wird das Foto ja halten, Perso und Reisepass laufen ja nur 5 oder 10 Jahre.

So, ich boarde nun endlich. Ein Flight Attendant stoppt mich, als er meinen Bass sieht und bittet mich, ihm zu folgen. Ich glaube es nicht: Mein Bass fliegt Business Class ! Dort ist nicht alles gebucht, daher wird die Tasche kurzerhand auf einem freien Sitz festgezurrt.

Der Flug verläuft ereignislos, ich verschlafe die meiste Zeit. Zum Glück ist mein Flug kurz nach Mitternacht, so dass ich einen langen, letzten und vor alem schönen Tag in Melbourne hatte, bevor es auf die Reise geht.

Achja, Kristina ist nicht dabei. Sie hat einen anderen Flug bekommen und fliegt erst 12 Stunden später als ich.

Nun sitze ich hier in Bangkok und drehe Däumchen. Circa sechs Stunden Aufenthalt, das ätzt etwas. Ich bin sogar so früh, dass noch nicht einmal mein Gate feststeht. Ausserdem ist es sehr warm und schwül, 27°C. Da ich aus Victoria (herbstlich momentan) kam, war ich gut angezogen und trug vor allem einen langen Regenmantel, den ich mir in Australien gekauft hab. Beim Verlassen des Fliegers haben mich schon einige Thailänder lustig angeschaut und blöde Kommentare auf Thai abgelassen. Tja, recht hatten sie !

Es gibt hier zwarWLAN Hotspots, aber dazu müsste ich bezahlen. Und jetzt bin ich geizig. Wenn ihr dies also lest, bin ich längst schon wieder in Deutschland im Hotel Mama.

Dienstag, 25. April 2006

So langsam gehts heim

Gestern und heute haben Kristina und ich ein Auto gemietet und sind ein wenig in der Gegend herumgekurvt. Queensland ist tropisch, daher gibts hier unglaubliche Regenwaelder. Da gibt es 500 Jahre alte Baeume, die ein irres ueberirdisches Wurzelwerk haben. Die Wurzeln mancher Baeume sind schon so dick wie eine grosse Tanne in Deutschland !Eine andere Wurzel erstreckte sich ueber ca. 100 m (!) auf dem Waldboden und lief teilweise so schnurgerade, dass wir sie am Anfang fuer ein Wasserrohr hielten (was ja mal quatsch waere im Regenwald).

Morgen frueh geht es dann zum Flughafen und ich darf mich wieder ca. 3 Stunden wie eine Sardine fuehlen, wenn wir nach Melbourne fliegen. Bei JetStar haben sie wirklich jeden Millimeter fuer Sitze benutzt, um billig zu werden. Dass nicht noch das Klo ein buchbarer Sitzplatz ist, fehlt noch. Die Economy Class auf den Interkontinentalfluegen ist ja schon eng, aber bei den Domestic Flights hier in Australien hab ich ja das Knie unterm Kinn haengen...

Dann heisst es packen.Wie ich meinen ganzen Krempel wieder nach D bekomme weiss ich noch nicht (da hab ich ernste Bedenken !). Ich hatte vor unserer Rundreise schon zwei Pakete geschnuert und auf den Weg geschickt (billiger als Uebergepaeck). Evtl. muss ich noch ein drittes schnueren. Ich konnte den Bass nicht loswerden und werde ihn nun wieder nach Deutschland nehmen. Fuer nen Schleuderpreis will ich den auch nicht verjucken, ist ein super Instrument !
Mal wieder hat sich gezeigt: Es sammelt sich immer gigantisch viel Zeug an, wenn man an einem Ort etwas Zeit verbringt.

Montag, 24. April 2006

Tauchen

Gestern waren wir in Cairns tauchen. Wir hatten einen Introductory Dive gebucht, da wird man von einem Tauchlehrer an die Hand genommen und blubbert unter Wasser ca. 20 Minuten rum. Danach kriegt man eine Urkunde, die man nur zum Angeben benutzen kann. Ein richtiger Zertifizierungskurs wuerde 4 Tage dauern.

Der Trip began nicht besonders gut. Leicht raue See, aber fuer mich hats gereicht und ich wurde richtig gut seekrank. Urgs. Ich hatte zwar zwei Tabletten eingeworfen, die angeblich gegen Seekrankheit schuetzen sollen, aber sehr viel hats nicht gebracht. Wenn ich draussen an der Reling stehe und den Horizont betrachte, geht es schon, aber wehe ich bin unter Deck.

Nach einer qualvollen Stunde kamen wir am Zielort, dem Great Barrier Reef, an. Wir bekamen eine kurze Einweisung mit den Grundregeln und Gefahren des Tauchens. Kristina und ich waren in der zweiten Gruppe. Flossen an, Weste mit Flasche und all dem Gedoens, Gewichte... dann ging es ins Wasser.
Vorher stellte sich raus, wie schnell doch manche Frauen frieren. Da stand dann nun eine Frau aus unserer Gruppe mit den Fuessen im Wasser und meinte:

”Brr, ist ja doch ganz schoen kalt !”

Alle drehen sich um und gucken fassungslos.

”Hey, das Wasser hat 26-28 Grad !”

”Ja, aber ich dusche immer mindestens mit 30 !”

War glaube ich ne Englaenderin. Sind die nix gewohnt in ihrem kalten Land da ?

Es ging ins Wasser. Nach ein zwei kleinen Uebungen (Brille ausblasen, Mundstueck loslassen und wieder fangen und dabei weiteratmen (gegen Panik sollte man mal das Teil verlieren)) ging es nach unten. Tief waren wir nicht, max. 6 Meter. Aber es war unglaublich.

Das Great Barrier Reef ist wirklich so, wie man es aus “Findet Nemo” kennt. Bei uns war es nur ein wenig trueber, weil das Wetter nicht so optimal war. Aber so viele bunte Fische, so viele faszinierende Korallen und Pflanzen ! Ich habe auch ganz viele Clownfische gesehen, aber keiner hatte auf einer Seite eine kuerzere Flosse wie Nemo. Vielleicht wohnt der an einem anderen Riff…

Das Gefuehl, so schwerelos durchs Wasser zu gleiten, war toll. Man ist voll und ganz von Wasser umgeben, und doch atmet man locker weiter. War total faszinierend.

Leider hat der Spass nur 20 Minuten gedauert und wir mussten wieder zum Boot L

Den Rest des Tages haben wir schnorchelnd verbracht. Nicht ganz so spannend wie unter Wasser, aber trotzdem schoen. Habe mit einer einmal-Unterwasserkamera Bilder gemacht, bin mal gespannt ob die was werden.

Mittags gab es ein gutes Buffet, was ich auch zu mir nehmen und behalten konnte. Am Ankerplatz war es sehr ruhig, von daher beruhigte sich mein Magen wieder. Glueck gehabt.

Abends tuckerten wir dann zurueck in den Hafen. Ich sass oben an Deck und starrte brav auf den Horizont, um keine Springflut in meinem Magen zu provozieren. Ganz hinten sass ein kleiner, aber sehr tapferer Asiate, der sich mit verkrampftem Gesicht an seine Kotztuete klammerte. Gelaechelt hat der nicht auf dem Heimweg, aber die Tuete kam zum Glueck nicht zum Einsatz.

Aaaaalso: Ich fand Tauchen ganz toll. Vielleicht mache ich auch demnaechst mal den Tauchschein.

e-mails

Ich habe neulich eine mail bekommen, die war an 172 Leute adressiert. Ich habe die mail 3x bekommen, weil der Empfaenger aus irgendwelchen Gruenden meine 3 Adressen hatte. Da wurde einfach mal die mail ans komplette Adressbuch verschickt ohne weiter nachzudenken.
Und so wurde meine email-Adresse auch an 169 weitere Leute verteilt. Hey, vielleicht will ich das ja gar nicht ? Vielleicht soll nicht Hans und Franz meine Adresse haben ?

Email ist ein Medium, mit dem viele Leute nicht richtig umgehen koennen. Ich muss zu meiner Schande eingestehen, dass auch ich bis vor Kurzem einige sehr unkluge Dinge in dieser Hinsicht gemacht habe (Massenmails und alle Leute konnten alle Adressen sehen...). Aber man hat mich aufgeklaert und nun mach ich es besser !

Also: Wenn ihr mails an viele Leute verschickt, macht es so:

Setzt Eure eigene email-Adresse in das ”To” bzw. “An”-Feld. Die Adressen, die in diesem Feld stehen, kann JEDER Empfaenger sehen.
Stellt die Adressen aller Emfaenger in das “BCC” ode “Blindkopie”-Feld. Jeder der Adressaten kann auf diese Weise nur eure eigene Adresse (aus dem ”To”-Feld) und seine eigene sehen.
Ist ein besserer Stil und das unerwuenschte Verbreiten der Adressen wird verhindert.

Ich warte nun auf die tausend Kommentare von irgendwelchen Informatikern, die mich auf nicht korrekte Tatsachen hinweisen. Nur zu, wenns der Qualitaet des Mediums emails gut tut...

Samstag, 22. April 2006

Cairns

Den Moreton Island Bericht hole ich nun nicht nach. Ihr muesst mir einfach glauben, dass das toll war und empfehlenswert ist. Punkt.

Am Bahnhof von Brisbane faellt mir ein weiterer australischer, sehr direkter Warnhinweis auf. An den Gleisen sind grosse gelbe Schriftzuege:

"Betreten der Gleise verboten, Strafe 150 $. Sagt nicht, ihr haettet es nicht gewusst !"

Ich mag diese Art von Hinweisen. Genauso wie die Anti-Raserei oder Betrunken fahren-Plakate: "Betrunken Auto fahren kann lebenslaenglich bringen" (wenn man mit dem Auto besoffen wen totbuegelt). Auf dem Plakat sieht man einen sehr verzweifelten Mann, der seine Hand vor den Mund haelt. Am Ringfinger glaenzt ein dicker Ehering... diese direkte Art der Botschaftsuebermittlung gefaellt mir sehr. Nicht um den heissen Brei reden und Euphemismen aus zarter Feder, nein, Tacheles. Bloody Hell !

Der Flug von Brisbane nach Cairns dauerte 2 Stunden. Eigentlich kein Problem, waere da nicht vier Sitze vor uns ein so ziemlich gar nicht erzogener kleiner Junge gewesen, der den ganzen Landeanflug wie am Spiess (!!!) gekreischt haette. Kreischen, dieses Kreischen bei dem die hohen Frequenzen so richtig in den Ohren weh tun. Der Junge war vielleicht 4 (er konnte schon gehen), und die Mutter hat alles getan, ihn zu beruhigen. Aber nein, Tobsuchtsanfall. Der Airbus war beglueckt.

Unser Hostel ist mal wieder sehr nett. Uns ist aufgefallen, dass die Hostels, die im Lonely Planet (Reisefuehrer, gibts fuer alle Flecken dieser Erde) stehen, allesamt super sind. Einmal war das Hostel Mist (Surfers Paradise), und das stand auch nicht in dem Buch. Also, Tipp: Immer in den Lonely Planet schauen !

Fuer morgen haben wir einen Introductory Tauchkurs gebucht. Erst schnorcheln, dann ein richtiger Tauchgang mit Flasche. Ich haette am liebsten einen Tauchkurs ueber 4 Tage gemacht und so ein Zertifikat bekommen, aber die Zeit reicht nicht. Aber ich hab mir eine einmal-Kamera fuer den Unterwassereinsatz gekauft, also wird es 27 hoffentlich schoene Bilder von bunten Fischen geben.

Der Zyklon Monica hat hier keine Schaeden angerichtet, aber schlechtes Wetter mitgebracht. Es ist sehr verhangen und bewoelkt, es nieselt. Trotzdem wird ueberall drauf hingewiesen, dass momentan "extreme UV-Belastung" vorherrscht.

Ausserdem habe ich eben die beste Banane meines Lebens gegessen. Hier in Queensland sind viele Bananplantagen (auch wenn der Zyklon Larry vor ein paar Wochen ca. 90% der Ernte vernichtet hat). Die Fruechte sind also nicht gruen gepflueckt und dann im Container zusammen mit ein paar Vogelspinnen uebern Teich gerudert worden, sie kommen direkt vom Baum in den Supermarkt. Die Banane war riesig, der Durchmesser war bestimmt doppelt so gross wie eine grosse Banane, wie man sie in Deutschland kennt. Die Konsistenz: Weich, nicht zu cremig. Der Geschmack: Intensiv bananig. Hmmmm.

Montag und Dienstag werden wir vielleicht ein Auto mieten und die Umgebung abklappern.


Eine traurige Meldung muss ich leider dennoch kund tun: Gestern Abend hat meine geliebte Digicam (Casio Exilim) den Geist aufgegeben. Das Objektiv faehrt nicht mehr heraus, es kommt die Meldung "Lens Error". Kurz vor dem letzten Einfahren des Objektives hatte das Geraet sehr komische Geraeusche gemacht. Vielleicht ist ein Sandkorn irgendwie in die Mechanik geraten. Oder was auch immer. Es koennte sein, dass noch Garantie auf der Kamera ist. Andernfalls sehe ich schwarz. Heutzutage wird einem ja gesagt, das Ding in die Tonne zu kloppen, da Reparaturen teurer sind als Neugeraete.

Zum Glueck ist mit meinen Fotos nichts passiert, die sind alle noch auf der Karte. Und Kristina hat ja das Nachfolgemodell meiner Kamera, d.h. wir koennen trotzdem noch Fotos machen.

Schnief, meine Digicam *heul*

Winkewinke aus Cairns !

Donnerstag, 20. April 2006

Moreton Island, sehr knapp

NEEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNNNNNNN !!!!

MIST MIST MIST MIST !!!!

Ich habe ca. 30 min an einem Bericht ueber Moreton Island geschrieben, mehrere Seiten. (RAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAGH) Und nun ist alles weg, weil das AEGFP#IQ#$(^BU$P%(U System bei Twoday.net mich schon abgemeldet hatte. WAS FUER EIN DRECK !!!!!!!!!!!!!!!! Das zurueck Button funktioniert nicht, alles futsch.

Also, Kurzform: Moreton Island ist super, Tour mit Blue Planet Tours war guenstig und gut. an Schiffswracks geschnorchelt, mit Jeep ueber Sandpisten gefahren, trotz handtellergrossen Spinnen und einer Babypython im Camp gut geschlafen, Sandboarding an einer 30m hohen Duene gemacht, im Meer geschwommen, in einer Lagune im Inland der Insel gebadet.

Vielleicht schreibe ich spaeter nochmal ausfuehrlich ueber Moreton Island.

Supersauer und von diesem Scheiss Server hier extremst angepisst , Julian

Dienstag, 18. April 2006

Brisbane

Momentan sind wir in Brisbane. Wer haette es gedacht bei der Ueberschrift.
Brisbane ist die drittgroesste Stadt in Australien. Es ist, wie Melbourne und Sydney, eine sehr saubere, tendenziell ruhige und sehr lebenswerte Stadt. Viele Parks, sichere Strassen und wenig Polizeipraesenz. Denkt man vielleicht. Wer aber genauer hinschaut, entdeckt an jeder Ecke eine Kamera, die einen beobachtet. Die Pozilisten sitzen vermutlich im HQ gegenueber dem Busbahnhof, mampfen Donuts oder wie man das schreibt und gucken anstaendigen Buergern beim Popeln zu.
Australien ist anscheinend schon da, wo der Herr Beckstein bzw. Schily auch Deutschland gerne haette :-(

Heute haben Kristina und ich einen Ausflug mit einem Mietauto gemacht. Wir sind ein wenig in den Norden gefahren und haben uns u.a. die Glass House Mountains angeschaut. Das sind grosse Lavakegel, die vor 25 Millionen Jahren in weichen Sandstein eingebettet waren. Der Zahn der Zeit lutschte den Sandstein weg und ueber blieben diese teilweise ueber 500 m hohen Berge. Sehr eindrucksvoll.

Danach sind wir zum "Big Pineapple" gefahren, einer grossen Plantage, auf der Ananasse (ich weiss, dass das nicht der richtige Plural ist, liest sich aber so lustig) und Macadamia angebaut werden. Die Plantage ist zum Touristenzentrum ausgebaut, und man kann mit einer Bimmelbahn die Plantagen begutachten. Wir nahmen eine Tour durch die Macadamiaplantagen und haben eigenhaendig Nuesse vom Baum gepflueckt und geknackt. Hmmmm, frische Macadamia ! Warum sind die so teuer, fragte ich unseren Tourguide. Zum einen liegt es daran, dass das knacken recht aufwaendig sei, zum anderen an den Japanern. Die verrueckten Inselbewohner zahlen fuer das Kilo 94 Dollar, was den Preis dann natuerlich in die Hoehe treibt.

Morgen und uebermorgen sind Kristina und ich auf Moreton Island. Weisse Sandstraende, zahme Delphine und Schiffsracks im seichten Wasser. Am Freitag Abend geht es dann weiter nach Cairns. Bin mal gespannt, was das Wetter da so macht. Zum einen braut sich anscheinend noch ein Zyklon zusammen (muss mal die Nachrichten checken), zum anderen ist Cairns sehr weit im Norden, und schon hier in Brisbane haben wir ein sehr feuchtes und warmes Wetter.

Man darf also gespannt sein :-)

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